Wissenswertes über Koi

Es gibt über 200 verschiedene Varietäten, oft unterscheiden sie sich nur durch feine Nuancen.  Um  jedoch  die  Grundordnung  zu  erke
nnen,  werden  Koi  wie  folgt  in  15 Gruppen aufgeteilt:

KOHAKU
TAISHO SANSHOKU (kurz: SANKE)
SHOWA SANSHOKU (kurz: SHOWA)
BEKKO
UTSU
RIMONO
ASAGI
SHUSUI
KOROMO
KAWARIMONO
GOSHIKI
HIKARI MUJIMONO
HIKARI MOYOMONO
HIKARI UTSURIMONO
KINGINRIN
TANCHO

Wasserhärte

Die Wasserhärte ist ein wichtiger Wert, der über bestimmte Eigenschaften des Wassers Auskunft gibt. Der Begriff der Wasserhärte wird in zwei Kategorien geteilt, die Karbonhärte und die Gesamthärte, die jeweils verschiedene Auswirkungen haben. Für den Koihalter ist es wichtig, hin und wieder die Wasserhärte in seinem Teich zu überprüfen, denn nur so können den Fischen ideale Lebensbedingungen geboten werden.

Karbonhärte

Die Karbonhärte, die insbesondere unter Chemikern auch oft als Carbonat-Härte bezeichnet wird, beschreibt die Anzahl der Hydrogencarbonat-Anionen (HCO3-) im Wasser. Die zugehörigen Kationen können Kationen verschiedener Metalle wie Natrium, Kalzium oder Magnesium sein, jedoch spielt dies für die Wasserqualität nur eine geringfügige Rolle. Der entscheidende Faktor ist das Hydrogencarbonat-Anion. Dieses Anion hat einige Eigenschaften, die dem Koihalter hilfreich sind. Eine hohe Karbonhärte wirkt als Säurepuffer. Das bedeutet, dass Schwankungen im PH-Wert abgefedert werden und so die Fische weniger belasten. Die Karbonhärte ist auch für die Kohlendioxidkonzentration im Wasser von Bedeutung. Wasser mit sehr geringer Karbonhärte kann nur wenig CO2 aufnehmen. Da Pflanzen das CO2 jedoch benötigen, ist vor allem bei dicht bepflanzten Gewässern eine zu geringe Karbonhärte zu vermeiden.

Gesamthärte

Die Gesamthärte des Wassers setzt sich aus der Karbon- und der Nichtkarbonhärte zusammen. Neben den Hydrogencarbonat-Anionen der Karbonhärte werden hier auch alle anderen Anionen, wie zum Beispiel Sulfate, Nitrate oder Chloride gewertet. Die Nichtkarbonhärte wird auch als permanente Härte bezeichnet, da sie nicht so leicht aus dem Wasser zu entfernen ist, wie die Karbonhärte. Eine hohe Gesamthärte bedeutet, dass im Wasser viele Mineralstoffe gelöst sind. Wenn die Gesamthärte sehr gering ist, können den Fischen Mineralstoffe entzogen werden.

Bedeutung der Wasserhärte in der Koihaltung

Die meisten Zierfischhhalter müssen die Wasserhärte regelmäßig kontrollieren. Insbesondere die Züchter von Zierfischen aus tropischen Gewässern haben oft damit zu kämpfen, die Wasserhärte niedrig zu halten, da diese Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum oftmals sehr weiches Wasser vorfinden. Die Wasserhärte zu senken ist jedoch nicht einfach.
Für den Koihalter ergibt sich der glückliche Umstand, dass diese Fischart relativ hartes Wasser bevorzugt. Als Idealwert für die Karbonhärte wird in der Regel ein Wert zwischen 6° und 8° dH angegeben. Kritisch sind Werte unter 4° dH. Die Gesamthärte sollte zwischen 10° und 15° dH betragen, mindestens jedoch 8° dH. Da in den meisten Regionen Deutschlands das Leitungswasser relativ hart ist, sollten diese Werte kaum Probleme bereiten, da das Wasser bereits diese Voraussetzungen erfüllt.

Wenn die natürliche Wasserhärte jedoch geringer sein sollte, ist es auch einfach, das Wasser aufzuhärten. Beispielsweise können zerbrochene Muschelschalen in den Filter gegeben werden, um die Wasserhärte zu erhöhen. Im Fachhandel sind auch andere Materialien erhältlich, die diesen Zweck erfüllen.

Auswirkung der Wasserhärte auf die Farbgebung der Fische

Viele Koihalter sind davon überzeugt, dass eine hohe Wasserhärte die Farben der Fische besonders gut zur Geltung kommen lasse. Andere hingegen bestreiten diesen Zusammenhang. Da zu diesem Thema bislang keine umfangreiche vergleichende Analyse durchgeführt worden ist, ist es nicht sicher, ob bei diesen Werten ein Zusammenhang besteht oder nicht. Daher muss jeder Koihalter selbst die überprüfen, ob er einen positiven Effekt einer hohen Wasserhärte auf die Farbgebung der Fische feststellen kann.

Der Sauerstoffverbrauch der Fische reduziert den Sauerstoffgehalt im Wasser – in der Natur spielt dies keine Rolle. Es gibt reichlich Wasser und der Wasserstrom durch die Kiemen kann erhöht werden, bis der Bedarf gedeckt ist. In Teichanlagen, in denen im Verhältnis zum Fischbestand nur begrenzte Wassermengen zur Verfügung stehen, sind Sauerstoffgehalt und eventuelle Schwankungen von viel größerer Bedeutung.
Die wichtigsten Faktoren, die Einfluss auf den Sauerstoffbedarf der Fische haben, sind Temperatur, Muskelaktivität und Verdauung.

Die Bedeutung des Sauerstoffs für die Fische

Der Farbstoff Hämoglobin in den roten Blutkörperchen nimmt den Sauerstoff des Wassers über die Kiemen auf und leitet ihn mit dem Blut weiter. Der Sauerstofftransport kann in verschiedene Phasen eingeteilt werden;

  • Diffusion vom Wasser zum Blut, über die Kiemen
  • Transport im Fisch, über das Blut
  • Diffusion vom Blut zu den Zellen in Organen/Gewebe

Die Fische können sich bis zu einem bestimmten Grad an einen niedrigeren Sauerstoffgehalt anpassen ohne dass notwendigerweise Stress entsteht. Sie können einen reduzierten Sauerstoffgehalt im Wasser durch unterschiedliche Mechanismen ausgleichen;

  • Verstärkte Kiemenventilation; mehr Wasser wird über die Kiemen gepumpt
  • Verstärkte Blutzufuhr; mehr sauerstoffhaltiges Blut gelangt zu den Organen/zum Gewebe
  • Reduziertes Aktivitätsniveau und somit reduzierter Sauerstoffbedarf

Ein Fisch ohne Stress kann also den Sauerstoffbedarf regulieren, bis der Sauerstoffgehalt im Wasser einen kritischen niedrigen Punkt erreicht. Danach muss der Fisch sich an den Sauerstoffgehalt im Wasser anpassen. Fällt der Sauerstoffgehalt weiter, muss der Fisch noch mehr Energie sparen oder teilweise zu einem sauerstofffreien (anaeroben) Stoffwechsel übergehen. Dadurch entsteht ein Sauerstoffdefizit – die Muskeln arbeiten mit Hilfe von Energie, die durch eine unvollständige Sauerstoffanreicherung von Nährstoffen freigesetzt worden ist. Die Restprodukte dieses Prozesses sind in größeren Mengen Gift für den Organismus. Daher müssen sie noch zusätzlich mit Sauerstoff angereichert werden, sobald die Sauerstoffmenge steigt. Wenn sich die Situation nicht bessert und die Fische zu einem auf Sauerstoff basierten Stoffwechsel zurückkehren und somit das Sauerstoffdefizit „zurückzahlen“ können, ersticken sie.

Aber der niedrigere Sauerstoffgehalt hat auch sekundäre Folgen. Hier ist es besonders wichtig zu beachten, dass die Giftigkeit der meisten Giftstoffe sich bei niedriger Sauerstoffmenge erhöht. Bei niedrigem Sauerstoffgehalt im Wasser muss der Fisch mehr Wasser durch die Kiemen pumpen um eine ausreichende Menge Sauerstoff aufnehmen zu können. So erhöhen sich auch die Giftstoffmengen,
die mit den Kiemen in Berührung kommen und auf diese Weise in den Fisch gelangen. Dieser Tatbestand ist besonders bei Giftstoffen mit niedrigem Grenzwert, z. B. Ammoniak und nicht zuletzt Nitrit wichtig.
Neben einer ausreichenden Sauerstoffmenge je Tag brauchen Fische auch ein bestimmtes Sauerstoffniveau im Wasser, um den Sauerstoff nutzen zu können. Der Sauerstofftransport vom Wasser ins Blut geschieht durch Diffusion zwischen den Kiemenmembranen. Die Diffusion ist bedingt durch den Unterschied zwischen dem Sauerstoffgehalt im Wasser und dem Sauerstoffgehalt im Blut (Partialdruck).
Somit bestimmt also der Sauerstoffgehalt im Wasser die Sauerstoffaufnahme über die Kiemen, und um das Hämoglobin vollständig mit Sauerstoff zu sättigen, muss sich eine bestimmte Menge Sauerstoff im Blut befinden.
Die Erklärung, warum der Sauerstoffbedarf bei unterschiedlichen Temperaturen unterschiedlich ist, ist in erster Linie in der Tatsache zu finden, dass das Blut der Fische Sauerstoff von den Kiemen in die Organe/das Gewebe transportieren kann.

Futterquotient und Zuwachs

In einer Versuchsanlage wurden ein Abschnitt ohne Sauerstoffregelung und ein Abschnitt mit Sauerstoffregelung eingerichtet. Die Sauerstoffverhältnisse in der Anlage wurden durch kontinuierliche Messungen registriert. Zwei Sonden, eine beim Einlauf und eine beim Ablauf der Versuchseinheit, maßen den Sauerstoffgehalt des Wassers. Die gemessenen Werte wurden im 10-Minuten-Takt rund um die Uhr geloggt.
Der Einfluss der Sauerstoffsättigung auf die Futterausnutzung ist deutlich.
Der Futterquotient im Abschnitt ohne Sauerstoffregelung liegt in der Versuchsperiode auf 1,14 mit einem täglichen Zuwachs von 0,8%. Im Abschnitt mit Sauerstoffregelung liegt der FQ bei 0,96% und der tägliche Zuwachs bei 1,3%.

Stabilität ist wichtig.

Versuche ergeben, dass Schwankungen zwischen niedrigem und hohem Sauerstoffgehalt das Wachstum und die Futterausnutzung so weit reduzieren, dass es einem konstant niedrigen Sauerstoffgehalt entspricht.

Geschichte und Allgemeines

Bereits Homer schrieb in seinem Epos Odyssee: „Der Sturm donnerte und blitzte, und die Luft war mit Schwefel angefüllt…“ und beschrieb damit den typischen Ozongeruch. In der Neuzeit beschrieb der Niederländer Martin van Marum 1785 einen eigenartigen Geruch in der Nähe von Elektrisiermaschinen.

Erstmals wurde Ozon am 13.3. 1839 vom Basler Chemieprofessor Christian Schönbein als eigenständiger Stoff beschrieben. Er hatte beobachtet, wie sich bei der Elektrolyse von Wasser an der Platin Elektrode neben Sauerstoff ein weiterer, stechend riechender Stoff bildete. 1863 vermutete Soret, dass es sich bei Ozon um eine O-O-O Verbindung handelte, und bereits 1857 baute Werner von Siemens die erste technische Apparatur zur Erzeugung von Ozon.
Ozon kommt natürlicherweise sowohl bodennah als auch in großen Höhen vor. In der
Stratosphäre (25 bis 30 Kilometer über der Erdoberfläche) befinden sich etwa 90 Prozent des Ozons In 30 Kilometern Höhe erreicht es die maximale Konzentration von zehn ppm (parts per million) und absorbiert die schädlichen, kurzwelligen UV-Anteile der Sonnenstrahlen.

Ozon in der Atmosphäre:

Ozon bildet sich in der Atmosphäre vor allem auf drei Arten:
– Energiereiche Sonnenstrahlung spaltet Sauerstoff-Moleküle in der Stratosphäre in zwei einzelne Atome, die sich jeweils mit einem weiteren Sauerstoff-Molekül zu Ozon vereinigen.

  • In Erdnähe bildet sich Ozon aus einer Reaktion zwischen Stickstoffdioxid NO2 und Sauerstoff O2 unter dem Einfluss von UV-Strahlung.
  • Durch ein Gewitter: Dieses lässt bei seiner Entladung durch den elektrischen Strom Ozon (aber auch Salpetersäure und andere Stoffe) entstehen.

Grundsätzlich ist Ozon in der Stratosphäre erwünscht, weil es dort das schädliche UV-Licht der Sonne absorbiert.

Ozon (O3) ist ein farblos bis blaues Gas mit charakteristischem Geruch, das bei einem Molekulargewicht von 48 schwerer ist als Luft. Sein Name kommt aus dem Griechischen von „ozein“, was „nach etwas riechen“ bedeutet. Es ist schon bei einer Konzentration von 0,01 ppm für den Menschen wahrnehmbar. Es ist neben Fluor das stärkste bekannte Oxidationsmittel und oxidiert alle Metalle außer Edelmetalle sofort [Roempp 1995]. Aufgrund seiner hohen Reaktivität ist es eines der stärksten Zellgifte und wirkt bakterizid, fungizid und virozid. Ozon zerfällt spontan unter Energiefreisetzung und Bildung freier Radikale [Viehbahn-Hänsler 1996] mit einer Halbwertzeit von drei Tagen bei 20°C und von drei Monaten bei -50°C.

Wo wird Ozon eingesetzt?

  • Trinkwasser – Aufbereitung
    Entkeimung – Oxydation – Geschmack
  • Schwimmbadwasser
    Entkeimung – Oxydation – Geruchsneutralisierung
  • Therapiewasser
    Ozonbäder – Hautiritationen – Bindegewebe
  • Medizinische Behandlung
    Blutwäsche – Chirurgische Eingriffe – Desinfektion
  • Abwasserbehandlung
    Wasserrückgewinnung – CSB-Senkung u.v.m.
  • Nahrungsmittelindustrie – Wasserrecycling
    Entkeimung – Oxydation – Oberflächenbehandlung (Fisch/Fleisch)
    Geruch Geschmack
  • Fischzuchten
    Nutz- u. Zierfischbereich
  • Raumluft
    Geruch – Entkeimung

Wirkung des Oxidationsprozesses:

  • Verbesserung der Flockulations- und Filtrationseigenschaften
  • Oxidation von Eisen und Mangan
  • Entfärbung
  • Geruchsbeseitigung
  • Desinfektion
  • Bessere biologische Abbaubarkeit
    (Optimierung des BOD/COD-Verhältnisses)
  • Cracken von Komplexbildnern (EDTA etc.)
  • Mineralisierung von Kontaminierungen und Nebenprodukten
  • AOX- Reduktion
  • Oxidation von Zyaniden, Pestiziden, Kohlenwasserstoffen, Dioxinen etc.
  • Veredlung von Wässern und Oberflächen
  • Synthese
  • Bleichen

Die zwei Methoden, Ozonmoleküle technisch zu erzeugen:

Aufgrund seiner Instatbilität kann Ozon nicht über längere Zeit gelagert oder wie andere industriell verwendete Gase in Druckflaschen gekauft werden.

1. Durch ultraviolette (UV) Bestrahlung:
Durch ultraviolette (UV) Bestrahlung von Luftsauerstoff können kleinere Mengen von Ozon produziert werden, die besonders bei der Beseitigung von „schlechter Luft“ zur Anwendung kommen.

2. Ozon-Generator:
Bei der stillen, elektrischen Entladung von Hochspannung auf Sauerstoff, sind
deutlich höhere Konzentrationen von Ozon möglich. Damit eröffnet sich eine weite Palette von Anwendungsbereichen. Für die Herstellung von Ozon werden heute hohe technische Qualitätsanforderungen gestellt. Der Gesetzgeber hat für die Herstellung von Ozonanlagen und Produktion von OZON die DIN 19627 vorgegeben. Um ein qualitativ, sauberes OZON, ohne Nebenprodukte, zu erzeugen, ist die Aufbereitung der Luft/des Sauerstoffs von großer Wichtigkeit. Dies geschieht in der Regel durch die Vorschaltung geeigneter Lufttrockner und Sauerstoffseparatoren, die scharf getrocknete Luft zur Verfügung stellen können. Wird eine Ozonproduktion, ohne diese Lufttrocknungs-Vorrichtung vorgenommen, so führt dies immer zu Salpeterbildung und damit zur Zerstörung der Ozonanlage. Da diese Lufttrocknungs-Anlagen den Gerätepreis erheblich beeinflussen, gehen einige Hersteller dazu über, Ihre Anlagen ohne Luftaufbereitung anzubieten. Das Ergenis ist dann ein Ozoncocktail, welcher eine Reihe von unliebsamen Nebenprodukten enthält.
Auch sind, wegen der hohen Reaktivität von Ozon, viele Materialien nicht gegen Ozon beständig! Leitungen und Schläuche aus Teflon sind dagegen gut geeignet. Vor dem Kauf einer Ozonanlage sollten Sie sich deshalb gut informieren!

Die kurze Halbwertzeit (Zerfallszeit)
bedingt eine besondere Anwendungstechnik:

Nach Verlassen des Ozongases aus dem Ozon-Generator, muss die technische Anlage so ausgelegt sein, dass unmittelbar der Kontakt mit dem zu reinigenden Medium (z. B. Wasser) hergestellt werden kann. Die Kontakttechnik für die Einbringung des Ozons in Wasser, sollte großflächig und so effektiv wie möglich erfolgen. Nur wenn es gelingt in wenigen Minuten die Ozonmoleküle an die zu oxydierenden Substanzen anzulagern, wird die hohe Oxydationsleistung des Ozons wirksam. Danach bleibt bei restloser Ozonreduktion nur noch reiner Sauerstoff übrig.
Immer ist die Eintragungstechnik des Ozons in den Wasserkreislauf von entscheidender Bedeutung! Die erreichte Wirkungsweise bei der Wasseraufbereitung wird maßstäblich an der Redoxreaktion gemessen. Das Redoxpotential ist ein elektrischer Leitwert und sollte bei einwandfreiem Schwimmbadwasser zwische 700 und 900 mV, bei Fischgewässer zwischen 300 und 400 mV liegen.

Ozon und Bakterien:

Bei der Inaktivierung von Bakterien durch Ozon, kommt es zu einer Oxidationseraktion (durch die freien Radikale) an der Bakterienmembran, an welcher Glykoproteine, Glykolipide und andere Aminosäuren angegriffen werden. Daraus folgt eine Störung der Zellwandpermeabilität mit anschließender Zelllyse. Es wurde gezeigt, dass die Zellwand von Escheria coli durch ozonisiertes Wasser geschädigt wird und auch die metabolische Aktivität der Bakterien zum Stillstand kommt [Bünning und Hempel 1996]. Bei Viren ist der erste Wirkort das Capsid beziehungsweise die Proteine, die Bestandteil der Hülle sind. Ozon verändert das Capsid dahingehend, dass es sich nicht mehr an einer Zelloberfläche anheften kann.
Für jedes Virus und jedes Bakterium gibt es maximale Grenzwerte in Ozonkonzentration und Zeit der Ozonbehandlung, um das Virus sowie das Bakterium irreversibel zu schädigen. Zu beachten ist dabei, dass es Unterschiede zwischen dem Abtöten von einzelnen Bakterien gibt und dem von geklumpten Kolonien [Kowalski et al. 1998]. Untersuchungen über diese Grenzwerte für Bakterien, die in der Zahnmedizin von Bedeutung sind, stehen noch aus. Ozon wird schon seit langem großtechnisch genutzt zur Trinkwasseraufbereitung [von Gunten 2003], zur Abwasseraufbereitung [Xu et al. 2002], zur Desinfektion von Schwimmbadwasser und zur Bleichung in der Industrie. Die Wirkung von ozonisiertem Wasser in der Wasserdesinfektion ist gut untersucht. Industriell hergestelltes Ozon wurde in Deutschland zur Schwimmbaddesinfektion (mit 45 Prozent) und zur Trinkwasseraufbereitung (31 Prozent) verwendet [Maier et al. 1993].

Ozon in der Medizin/Zahnmedizin:

Ozon kommt vielfach in der Alternativen Medizin zum Einsatz und findet in Europa seit über 40 Jahren Verwendung in der Eigenblutbehandlung von über einer halben Million Patienten. In der Zahnmedizin wird Ozon zur Wasserdesinfektion in Dentaleinheiten verwendet. Langzeitergebnisse zeigen, dass die Wasserdesinfektion sehr effektiv und der von Wasserstoffperoxid und Silberionen überlegen ist [Filippi 2002]. Filippi zeigte auch, dass ozonisiertes Wasser bei täglicher Applikation in den ersten 48 Stunden die epiteliale Wundheilung fördert [Filippi 2001]. Ozonisiertes Wasser wird in der Behandlung von Gingivitis und Paradontitis marginalis empfohlen und auch zur antimikrobiellen Mundspülung [Brauner 1992]. Auch wird Ozon erfolgreich zur Kariesbehandlung eingesetzt.

Ozon in der Wasseraufbereitung:

Bei der Wasseraufbereitung dient Ozon unter anderem zur umweltfreundlichen Oxidation von Eisen, Mangan, organischer Substanz und zur Entkeimung. So gehört eine Ozonierung in vielen Trinkwasserwerken zu den zentralen Aufbereitungsstufen. Auch in der Behandlung von kommunalen und industriellen Abwässern kommt Ozon zum Einsatz (Kläranlage). Ziele einer weitergehenden Ozonbehandlung des konventionell gereinigten Abwassers sind hierbei: (a) Abtötung pathogener Keime (Desinfektion) zur Sicherung des Vorfluters (z.B. in Hinsicht auf die Badegewässerrichtlinie) (b) oxidative Elimination / Transformation von nicht oder nur schlecht abbaubaren organischen Spurenstoffen (insbesondere Medikamentenrückstände).
Ferner kann Ozon sehr gut in Verfahrenskombinationen mit nachfolgenden biologischen Systemen (Biofilter) eingesetzt werden, so beispielsweise bei der Oxidation des chemischen Sauerstoffbedarfs (CSB) zum biologischen Sauerstoffbedarf (BSB), der dann im Biofilter weiterverarbeitet wird. Ebenso findet Ozon in Fischkreisläufen in der Aquakultur oder Aquariensystemen Anwendung. Bei den meisten „chlorfrei“ benannten Produkten oder Verfahren wird Ozon eingesetzt, so zum Beispiel beim Bleichen von Papier. In diesem Zusammenhang ist oft von „aktivem Sauerstoff“ die Rede.

Die Vorteile von Ozon:

  • keine Transportrisiken, da Produktion vor Ort
  • einfach zu betreiben, sehr zuverlässig und inzwischen Kostengünstig!
  • sehr geringe Wartungskosten
  • keine krebserregenden Nebenprodukte wie Trihalomethane u.s.w.
  • effektive Oxidationsmittel
  • keine Reststoffe, nur Sauerstoff- keine gefährlichen Chemikalien

Ozon – eine kostengünstige und umweltschonende Lösung:

Die Ozontechnologie war in der Vergangenheit fast ausschließlich auf den Bereich der Trinkwasserdesinfektion beschränkt. Die Entwicklung effizienter, leistungsfähiger, extrem kompakter und damit preiswerter Ozonerzeugersysteme haben das Anwendungsspektrum der Ozontechnologie insbesondere in den letzten 3 bis 5 Jahren enorm erweitert. Es reicht heute von der Reinigung hochbelasteter Abwasserströme aus der Industrie bis zur Bleiche von Zellstoff, Kaolinen, etc.
Dennoch ist Chlor immer noch das am häufigsten benutzte Desinfektionsmittel / Oxidationsmittel. Schon seit 1974 ist bekannt, dass die Chlorung von Wasser zur Bildung von flüchtigen chlororganischen Verbindungen führt. Diese Nebenprodukte sind so genannte Trihalomethane (THM) einschließlich Chloroform, das bei Tieren eindeutig Krebs verursacht, und Chloramine, die im Verdacht stehen Allergien auszulösen und für den Chlorgeruch, bzw. Schwimmbadgeruch von gechlortem Wasser verantwortlich sind.
Zahlreiche Studien über Trihalomethane legen einen Zusammenhang zwischen Trink- und Badewasserchlorung und erhöhtem Risiko für Blasen-, Dickdarm-, Mastdarm-, und Lungenkrebs beim Menschen nahe. Deshalb wurde von der Europäischen Gemeinschaft schon 1980 eine Trinkwasser-Richtlinie verabschiedet., in der für leichtflüchtige Organohalogene ein Höchstwert von 1 Mikrogramm pro Liter festgelegt wurde.

Belüftung ist ein elementar wichtiger Bestandteil einer jeden Teich und Filteranlage. Aber wie stark sollte diese ausgelegt sein?

Die Belüftung des Teichs und des Filters sorgt einerseits für den Eintrag wichtigen Sauerstoffs, wird aber ebenfalls benötigt um andere, eventuell schädliche oder stark übersättigte Gase aus dem Wasser zu entfernen. Und sowohl wegen dem einen als auch wegen dem anderen genannten Grund darf eine Belüftung weder im Filter noch im Teich fehlen. Abgesehen von der Gaseintrags und -austragsgeschichte sorgt die aufsteigende Luft im Filter durch die Verwirbelung des Wassers für eine bessere Ausnutzung des Filtermaterials. Sind die Luftausströmer im Teich richtig platziert, so können sie für zusätzliche Strömung sorgen.
Die Frage, die sich nun stellt: Wie stark sollte die Belüftung eigentlich ausgelegt werden? Denn für alle anderen benötigten Komponenten wie Pumpen, Filter und UVC Lampen gibt es immer recht genaue Angaben. Für Luft aber scheinbar nicht. Hier unsere Meinung:
Geht man von ordentlich starken Belüfterpumpen wie unsere HiBlow-Serie mit einem Druck von 0,13 – 0,2 bar aus, so sollten pro 5.000 Liter Wasser zirka 10 Liter Luft pro Minute eingeplant werden. Die Typenbezeichnung auf unseren Hi Blows sind im übrigen immer die entsprechenden Literleistungen. Das heißt: für einen 20.000 Liter Teich empfiehlt sich eine HP 40, für 40-50.000 Liter große Teiche eine HP 80  und so weiter. Da die HP 120 (0,18bar) und HP 200 (0,2 bar) einen höheren Druck aufbauen und bei gleicher Wassertiefe somit eine höhere Leistung aufbauen können, kann beim Einsatz dieser Pumpen der Wert auf 8.000 Liter pro 10 Liter Luft pro Minuten angehoben werden. Somit würde die größte HiBlow, die HP 200 für einen 80.000 Liter Teich ausreichen. Die angegebenen Daten beziehen sich nur auf den Einsatz der HiBlow. Da bei anderen Fabrikaten der Druck in Relation zur Literleistung geringer oder höher sein kann, müssten hier die angegebenen Richtwerte angepasst werden.

Koi sind besondere Haustiere und werden von vielen als lebende Juwelen betrachtet. Viel Arbeit wird in die Gestaltung luxuriöser Teiche gesteckt, um hervorragende Verhältnisse für Koi zu schaffen, damit diese sich wohl fühlen. Wenn die Wasserbedingungen richtig sind und die Fische genügend Raum haben, um darin zu leben, fühlen sie sich wohl und es ist eine Freude sie anzuschauen. Um das Beste aus ihnen herauszubringen, sollten modernste Futtermittel verwendet werden, maßgeschneidert für die Verhältnisse, in denen die Koi gehalten werden.

Alle KHB TOP Koifuttersorten sind extrudierte Futter, mit einer extremen hohen Wasserstabilität. Nur die besten Zutaten werden ausgewählt und modernste Ausrüstung und Technologie werden verwendet, um unser Futter zu erzeugen. Bevor die Futter abgefüllt werden, wird eine umfassende Qualitätskontrolle durchgeführt, um zu überprüfen, ob die Produkte unseren strengen Qualitätskriterien entsprechen. Auf diese Weise kann KHB TOP Koifutter zu gesunden und schönen Koi und einer freudigen Lebensweise mit Nishikigoi beitragen. Wir möchten ein qualitativ hochwertiges Koi Futtersortiment liefern, mit dem unsere Kunden und die Koi Besitzer, die diese Nahrungen verwenden, erfolgreich sein können.

DAS KOMPLETTE KHB-FUTTERPROGRAMM FÜR KOI

Professionelles Koifutter:

• TOP 4-Jahreszeiten – ab 10°C füttern
• TOP Sommer – ab 15°C füttern
• TOP Winter – ab 6°C füttern
• TOP Sinkfutter – ab 6°C füttern
• TOP Snack – ab 6°C füttern

Fütterungsempfehlung:
Füttern Sie 1-4 mal pro Tag abhängig von der Fischgröße und nicht mehr als die Koi innerhalb von 5 Minuten fressen können. Enfernen Sie alle nicht gefressene Nahrung aus dem Teich, wenn Sie zuviel gefüttert haben. Der Appetit der Koi sinkt deutlich, wenn die Wassertemperatur unter 10°C sinkt, beachten Sie dies bei der Fütterung. Unterhalb einer Wassertemperatur von 5°C sollten die Koi nicht mehr gefüttert werden. Füttert man bei zu niedrigen Wassertemperaturen, führt dies zu nur teilweise verdauter Nahrung und unter Umständen zu Darmproblemen.